Die Philosophie dieses Wohnhauses ist zweischneidig: Einerseits trifft man auf eine charakteristische, klare Formsprache, andererseits auf eine Bauweise, die sich ausschließlich auf natürliche Materialien stützt. Das Haus nutzt dank seiner beiden abgeschrägten Ecken die Breite des Grundstücks optimal. So entstanden am Gebäude entlang keine schmalen Laufgassen. Stattdessen läuft der Garten optisch durchgehend am Haus entlang. Die Grundstruktur des Hauses besteht aus einem vorfabrizierten Holzskelett, das mit Holzwolle isoliert und mit dem sehr ausdrucksstarken geschwärzten Naoshima-Holz verkleidet wurde. Innerhalb dieser schnörkellosen, kräftigen Formsprache, bei der Schwarz vorherrscht, wurde auf recht klassisch aufgeteilte Fenster aus Accoya mit leichten Formatvariationen zurückgegriffen. Somit ergänzen sich starke Formen und Häuslichkeit, was nun einmal zu einem Wohnhaus gehört. Das Haus weist eine mehr geschlossene Fassade an der Südseite auf, was Überhitzung verhindern soll. An der Nordwestfassade prangt ein großes Fenster, das den Blick über das Wasser freigibt. Der Innenbereich mit seinem großen Flur und einer Zwischenetage wurde sehr offen gestaltet. Materialien wie Lehm, Multiplex und laminiertes Bauholz wurden sichtbar verarbeitet.

Im niederländischen Fernsehprogramm BinnensteBuiten wurde am 19. September 2017 eine Reportage über dieses Haus im Rotterdamer Neubauviertel Prins Alexander, in dem die Hausbesitzer Sanne den Hoedt, Maarten Habets und ihren beiden Töchtern wohnen, ausgesendet. Das Haus wurde von Raoul Vleugels und Niels Groeneveld vom Architekturbüro Werkstatt entworfen.

Hier können Sie sich diese Folge des Programms BinnensteBuiten ansehen.

 

 

Verwendete Materialien in diesem Projekt: