Wie kann man ein Bauernhaus, dass an drei Seiten eine niedrige Dachrinne und an einer Seite Stalltüren hat, vergrößern?
Eine der Stärken der Bauernhäuser in Nord-Holland ist, dass sie eine klare Grundform haben, den sogenannten ‚Stolp’. Eine deutlich sichtbare und moderne Erweiterung würde dazu führen, dass diese Einfachheit schnell verloren geht.

Das Patchwork aus alten, größtenteils verfaulten Brettern an der östlichen Fassadenseite, eine Folge der zahllosen Notreparaturen, wurden durch ein gleichartiges Patchwork aus unterschiedlichen, langlebig gemachten Holzarten ersetzt, die gemäß der japanische ‚Shou Sugi Ban’ Technik von Zwarthout bearbeitet wurden.

Der traditionelle ‚Stolp’ hat ein Kernstück, das ‚Quadrat’. Dieses Quadrat besteht aus einem Heuschuppen, der sich über die gesamte Höhe des Gebäudes erstreckt. Um ihn herum befindet sich der Wohnraum der Bauernfamilie und der Stall, der offen mit dem „Quadrat“ verbunden ist. Dank der Wärme, die die Kühe abgeben, bleiben sowohl das Heu als auch das Haus trocken und warm.

Diese neue Erweiterung erhöht die bereits existierende Schräge des Satteldachs des ‚Quadrats‘ und ragt über die Backsteinfassade hinaus. An zwei Seiten wurde dadurch zusätzlicher Raum von 5 bis 7 Meter Breite geschaffen, in dem sich das neue Wohnzimmer, die Küche und zwei Schlafzimmern befinden. Die anderen Schlafzimmer, ein Arbeitszimmer und ein Abstellraum befinden sich im alten Stolp.

Das Wohnzimmer, dessen Fußboden bis auf das Meeresspiegelniveau absinkt, verfügt über ein 32 Meter langes Panorama mit Aussicht auf die wunderschönen Orte Wormer und Jisperveld, während die Zimmer in der bereits existierenden Kuppel mit einem etwas bescheideneren Eichenholz-Interieur aufwarten. 

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